Saturn-Hansa hat was gegen das Plakat eines Pfarrers. Wahrscheinlich, weil Geiz nur geil ist, solange man ihn sich freiwillig auferlegt. Erzwungener Geiz verliert dann ja doch schnell seinen Reiz, irgendwie.
Um wieviel wirkungsvoller aber wäre zum Beispiel die Neujahrsansprache des Kanzlers dahergekommen, wenn man zu Gerhards mahnenden Worten („Wenn du nicht konsumierst, machst du deinen Nachbarn arbeitslos! Böser Bürger, du.“) die abgebildete Familie eingeblendet hätte. Wir wären doch alle sofort losgerannt und hätten Satelliten-Receiver und DVD-Player gekauft. Wo, ist ja klar.
via Chrismon
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Monat / Januar 2004
Zählt es eigentlich als Kunstfehler,
wenn man nach dem Werkstattbesuch einen vergessenen Schraubenzieher unter der Motorhaube vorfindet?
Pfadfinder
Acht Uhr. „Wunderbares Wetter heute“, weckt mich Siebenstein und hält mir eine Tasse Kaffee unter die Nase. „Optimal zum Laufen.“ „Hm?“, murmel ich zurück und reib mir die Augen. „Auf, auf! Wir nehmen heute mal eine andere Strecke, und ich weiß auch schon, welche…“
Acht Uhr dreißig. Wir traben durch den Wald. Die Sonne wirft wärmende Streifen zwischen den Bäumen hindurch, die Luft ist nach Sturm und Regen der letzten Tage wunderbar klar. „Und? Schön hier, nicht?“, fragt Siebenstein. „Ja, herrlich. Mal eine Abwechslung. Gut, dass du dich hier auskennst. Ich würde mich vermutlich rettungslos verlaufen.“
Neun Uhr. Die Straße, auf die wir seit 20 Minuten zulaufen, erweist sich als völlig unbekannt. „Rechts oder links?“, frage ich Siebenstein, als der Weg sich gabelt. „Links. Glaub ich.“
Neun Uhr dreißig. Während der Dehnübungen an einer Waldwegkreuzung wird die korrekte Himmelsrichtung für den Weiterlauf diskutiert. „Ich glaub, wir müssen hier lang. Obwohl…“ „Nein, hier gehts lang. Ganz bestimmt. Andererseits…“
Zehn Uhr. Wir haben beschlossen, um Hilfe zu rufen: „Ich bin ein Star, holt mich hier raaaaaaaaauuuuuuus.“ Zwischen den Bäumen fliegen ein paar Vögel auf. Sonst passiert nichts.
Zehn Uhr dreißig. In der Ferne erkennen wir einen Weiher. „Das ist doch…“ Genau, der Rückweg! Zehn Sterne! Eine Viertelstunde später hat die bekannte Welt uns wieder.
Morgen suche ich die Strecke aus.
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Kinder-Arbeit
Guess who is going to pay off President Bushs $ 1 trillion deficit? Childs Play hat das Rennen gemacht im Wettbewerb der Bush in 30 seconds-Spots. Unspektakulär und eindringlich. Ebenfalls sehenswert: Die Sieger-Spots in den anderen Kategorien. Mein persönlicher Gewinner ist If parents acted like Bush.
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Amüsant!
Und das ganz unerwartet! Schon allein der Gesichtsausdruck von Daniel Küblböck beim Anblick seiner neuen Nachbarn war es wert, die Auftaktsendung von IBES – HMHR (Hm. Ob sich dieses Kürzel durchsetzen wird?) anzuschauen. Doch, doch!
Der blonde Naturbursche Carlo Tränhardt lässt sich fürs Feuermachen feiern – bis herauskommt, das er heimlich ein handelsübliches BIC benutzt hat.
Costa Cordalis (der es in 25 Jahren nicht geschafft hat, mir die damals erbetene Autogrammkarte zuzusenden, aber das nur nebenbei) mimt den furchtlosen Macher und stimmt bei der ersten Dschungelprüfung schamlos für sich selbst („Ich bin stolz, dass ich gewählt wurde“). Wie durch ein Wunder sind die an der nachfolgenden Prüfung beteiligten Schlangen später, als unser Held den anderen von seinem Abenteuer erzählt, um ein Vielfaches gewachsen. („Soooo groß waren die!“) Boah, Boa!
Derweil bahnt sich bereits unterschwellig der erste Konflikt zwischen der verwöhnten Susan Stahnke („Wie – selber kochen?“) und der Busch-Funktionärin Lisa Fitz („Wir brauchen einen gemeinsamen Schlachtruf. Wie wärs mit Hakuna Matata?“) an: „Also, i schloag die SSusssannn für d erste Dschungelprüfung vor. Mir andern hoam uns alle scho oabracht.“
Nett auch, wie Caroline Beil während Küblböcks Lagerfeuer-Gitarrensolo („Oh Daaarling, DAAAARLING, stahaaand by miii“) unauffällig aufsteht und, Geschäftigkeit vortäuschend, die Szenerie verlässt.
Werner Böhm schließlich, mit dem Job als Camp-Leiter leicht überfordert („Leute, jetzt reißt euch zusammen. Bitte!“) kriegt permanent von RTL aufs Dach und verschont weder die Mitgereisten noch die Daheimgebliebenen mit dem Anblick seiner Brustwarzen.
Man wird sie mit anderen Augen sehen, diese „Stars“, danach. Manche. Manche auch nicht.
Bush sucht Halt auf dem Mond
„Hoffentlich“, kommentierte ein Kollege heute in der Redaktionskonferenz die Pläne des amtierenden US-Präsidenten, eine Kolonie auf dem Mond zu errichten, „siedelt Bush als erster um.“ Tz tz. Wie auch immer, eine nestbeschmutzende Denkfabrik wie CEIP bekäme dann dort oben sicher keine Baugenehmigung.
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