Reflexe

Laute Stimmen, rennende Uniformierte, ein merkwürdiger Geruch in der Luft – geradezu erschreckend wenig braucht es heutzutage, um in den meisten Köpfen unmittelbar den Gedanken an einen Terroranschlag zu wecken. An Bahnhöfen, Flughäfen, in Fußgängerzonen und Stadien – überall dort, wo die Menschenmenge zwangsläufig dichter wird, ist Angst zur ständigen Begleiterin geworden. Was wäre, wenn? Was wäre, wenn hier?
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Ost-Erheiterung

Sieger wird eine Combo um die ukrainische Sängerin Ruslana, die in einem musikalischen Sketch eindrucksvoll demonstriert, wie es aussehen würde, wenn Iron Maiden und Dschingis Khan gemeinsam gegen einen Schwarm Hornissen kämpften, schreibt Stefan Behr. Und die Süddeutsche äußert den schrecklichen Verdacht, dass halb Europa mittlerweile von Dieter Bohlen produziert wird.

Auf der Sonnenseite

Die königliche Hochzeit kostet das dänische Volk rund 20 Millionen Euro. Mary und Frederik bekommen unter anderem fünf Autos, Luxusyacht und Rennpferd für den Start ins Eheleben. Die Bitte des Verbandes der Obdachlosen um die Reste des Hochzeitsdinners wurde abschlägig beschieden: Die Portionen seien genau abgezählt, so der Hof. Da bleibe nichts übrig. Na dann – gibt es wenigstens schönes Wetter im Staate Dänemark.

Worte über Bilder

Der Wiener Kurier macht heute sein eigenes Dilemma zum Thema eines Kommentars (rechts), das das Dilemma vieler JournalistInnen in diesen Tagen ist: Darf man all diese grauenhaften Folterbilder zeigen? Muss man es nicht sogar? Und wenn man die Bilder aus Abu Ghraib zeigt, muss man dann nicht auch die Bilder der Enthauptung des Nick Berg zeigen? So, wie man israelischen Panzerangriffen auch die Fotos zerfetzter israelischer Schulbusse gegenüber stellen muss? Wieviel Würde kann man den Opfern vom Redaktionsschreibtisch aus noch zusätzlich nehmen?
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