Schlagzeilen eines Tages

New York – Kurz vor dem 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gedenkt die UNO erstmals den Millionen Opfern des Holocaust.

Dresden – Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass sie keine Handhabe sieht, um gegen die NPD ein Verfahren wegen Volksverhetzung einzuleiten. Begründung: Die umstrittenen Äußerungen seien im Landtag gefallen, wo Abgeordnete unter Indemnität stehen. Die Rechten hatten eine Schweigeminute für die Opfer der Nazi-Diktatur demonstrativ verlassen und die Angriffe der Alliierten auf Dresden als Bomben-Holocaust bezeichnet.

Berlin – Der neue CDU-Generalsekretär Volker Kauder vergleicht das Antidiskriminierungsgesetz von Rot-Grün mit Verfolgungen in der Nazi-Zeit. In seiner Rede auf dem kleinen Parteitag sagt Kauder: Früher hätten die einen gesagt, es komme auf die „richtige Rasse“ an. Später in der DDR sei die „richtige Klasse“ propagiert worden, dann sei es um die richtige Hautfarbe gegangen. Kauder weiter: „Und jetzt erleben wir: Es muss einer die korrekte politische Einstellung haben.“

Milieu-Studien

Die Berichterstattung vieler Nachrichtenagenturen und Zeitungen über den Tod Rudolph Moshammers ist geprägt von Klischees und unreflektierten Vorurteilen, findet der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ): „Vom Mord im Homosexuellen-Milieu ist die Rede und BILD titelte ungelenk: Stieg im Homo-Milieu der Killer in sein Auto?“

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Sünden-Fall

Wir müssen davon ausgehen, sinniert der Leiter der Mordkommission und betrachtet nachdenklich die Gesichter seiner Mitarbeiter, dass der Täter im Heterosexuellen-Milieu zu finden ist. Hört euch dort mal um. Da gibt es doch diese eine Hetero-Kneipe…. wer übernimmt das? Betretenes Schweigen.

Hachja.

Tschuldigung, ich war kurz weggenickt. Immer noch erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die sexuelle Orientierung eines Menschen mit den Umständen seines Todes in einem Atemzug genannt wird – gerade so, als bestünde da ein kausaler Zusammenhang. Kann ja kein gutes Ende nehmen. Und gerade so, als habe es seither keine anderen Tötungsdelikte in München mehr gegeben, raunt es aus allen Richtungen beschwörend: Sedlmayr, Sedlmayr…

Abhängig beschäftigt

Wahr ist:
Abgeordnete haben bloß ein Mandat auf Zeit – sie sind immer nur auf vier Jahre gewählt. Vielfach ist es einfach notwendig, Kontakt zum Beruf zu halten und für die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Parlament Vorsorge zu treffen.
(Quelle: Deutscher Bundestag)
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