Rückkehr nach Symondsbury

Das kleine Dorf Symondsbury liegt ein paar Kilometer von der südenglischen Küste entfernt nahe Bridport in der Grafschaft Dorset. Ringsherum schlägt die Landschaft saftig-grüne, von Hecken gestreifte Wellen. An einem Herbsttag vor 60 Jahren kam meine Mutter mit klopfendem Herzen und einem Köfferchen hier an, um als Au-Pair in Symondsbury Manor für die Familie von Lord und Lady Colfox zu arbeiten. Sir Philip Colfox hatte Symondsbury Manor (in dem im 19. Jahrhundert unter anderem der Schriftsteller Thomas Hardy verkehrte) 1922 gekauft; sein Sohn John und dessen Familie stellten meine Mutter ein. Das war Anfang der 50er Jahre, und gerade im Süden Englands, wo deutsche Bomberpiloten viel zerstört hatten, muss die Erinnerung an Nazi-Deutschland noch gegenwärtig gewesen sein.

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Bei Virginia Woolf in Rodmell: Ein Zimmer für sich allein

… für Virginia Woolf selbst befand sich dieser viel zitierte Platz, an dem eine Frau frei sein konnte, in einer kleinen Hütte im verwunschenen Garten ihres Hauses in Rodmell, Sussex. Die angrenzende Wiese hat sie später hinzu gekauft, um einen freien Blick auf die Hügel der Gegend zu haben. Und dort liegen die Bowlingkugeln, als habe sie sie eben erst fallen lassen, um im Gartenhäuschen ein paar Seiten zu schreiben. Ein magischer Ort, den ich heute fand (und das ganz ohne Navi, das fiel nämlich aus).
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Look right, drive left

„Ich reise nach Cornwall“ hört sich ja schon ziemlich wunderbar an, finde ich. Die Mienen mancher Menschen, denen ich davon erzähle, hellen sich aber erst richtig auf, wenn ich „Rosamunde-Pilcher-Land!“ hinzufüge. Egal, ich freu mich drauf: Auf eine raue See, die sich donnernd an den schroffen Steilküsten bricht, Wanderungen auf dem Rücken der Kliffs, üppige Gärten, verschlafene englische Dörfer, auf den Blick über sanfte grüne Hügel, durchzogen von kilometerlangen Trockensteinmauern. Weiterlesen →

Unterm Pflaster der Strand …

Baustelle des Historischen Museums

Baustelle des Historischen Museums

Ein paar Mal schon bin ich mit der Kamera um die derzeit drittgrößte Baustelle in Frankfurt herumgeschlichen – auf der Suche nach dem Motiv, von dem alle reden: Die mehr als 800 Jahre alte Hafenmauer, die bei den Erdarbeiten am Frankfurter Römerberg zum Vorschein gekommen ist. Die Bauarbeiter, die ich frage, schicken mich rund ums Gelände, einer zeigt mir schließlich ein Schlupfloch im Bauzaun … Weiterlesen →