Auf einem Zettel am Mast einer Straßenlaterne bei uns um die Ecke sucht jemand ein verschwundenes Tier.
Es ist eine zahme Saatkrähe.
Zur leichteren Identifikation ist ein Bild des Vogels mit abgedruckt.
Auf einem Zettel am Mast einer Straßenlaterne bei uns um die Ecke sucht jemand ein verschwundenes Tier.
Es ist eine zahme Saatkrähe.
Zur leichteren Identifikation ist ein Bild des Vogels mit abgedruckt.
Frau Merkel, gegenwärtig kommen Sie mir mit den Umfragen vor wie ein wunderbar anzuschauendes Soufflé im Ofen. Wir werden mal sehen, in den letzten drei Wochen, wenn da die Souveränin und der Souverän reinpiekst, was von der Größe noch übrig bleibt.
Dass ich das noch erleben darf: Ein Joschka Fischer, der seine staatstragende Außenminister-Bräsigkeit mal kurz hinter sich lässt und während der Vertrauensfrage-Debatte im Parlament einer Kanzlerkandidatin, der noch niemand gesagt hat, dass eine geballte Faust zum dabei gesprochenen Wort passen sollte, zeigt, was Rhetorik vermag – wenn man sie beherrscht.
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Der nicht sehr groß gewachsene Verkäufer in der Computerabteilung kneift konzentriert die Augen zusammen, als ich ihm schildere, was ich haben will: Eine heimisches Drahtlosnetz, das ich ausschließlich für das Notebook nutzen will und nicht für den Desktop-PC. WLAN on demand sozusagen. Funk nur dann, wenn es nötig ist, und nicht permanent. Ansonsten gutes altes Kabel, Salat hin oder her.
Eigentlich eine einfache Sache. Dachte ich.
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Einen ausgesprochen gruseligen Thriller auf DVD sehen. Ein völlig unpassendes Hungergefühl verspüren. Sich kaum in die benachbarte Küche trauen, zögern, dann doch gehen. Die Tür offen lassen. Die spannungsgeladene Filmmusik bis zum Kühlschrank hören. Kurz überlegen, das Eisfach öffnen, eine Packung Vanilleeis herausnehmen.
Nicht wissen, dass Siebenstein die Dose inzwischen für eingefrorenen Blumenkohl nutzt.
Gefrorenes Gehirn sehen.
Sehr laut schreien.
Die klammheimliche Freude, ab Herbst 2005 endlich wieder vom Grunde meines Herzens in Opposition zur Regierung gehen zu können.
Sie kommen immer um die gleiche Zeit: Abends, wenn die Hitze nachlässt und der Himmel in dieses dunklere Blau rutscht, wird unsere Dachterrasse zum Versammlungsort der hiesigen Junikäfer. Ausgesprochen vertrauensselige Tierchen. Heute hat Misses Little einen der arglosen Brummer erwischt, als der Wahnsinnige direkt vor ihrer Katzennase Pirouetten drehte. Seither kenne ich mich mit Erster Hilfe bei Käfern bestens aus. Stabile Lage, Flügelrichten, Fühlermassage, eine eiligst eingerichtete Wassertränke auf der Fingerspitze – und die nächste Plage war gerettet.