Wortwahl

Die Kleinsten bellen am lautesten, weil sie sonst keiner bemerkt, hat meine Mutter immer gesagt. Und sie hatte Recht.

Die FDP, diese Partei gewordene kollektive Selbstüberschätzung, hat sich schon vor drei Jahren beim Trommeln für das Projekt 18 heftigst auf die eigenen Fingerchen gehauen.
(Vielleicht sind sie deshalb jetzt so vehement gegen die 18 Prozent Mehrwertsteuer? Assoziationstrauma oder so?)
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Generation Y

Die Urzeitkrebse sind bei mir nie was geworden. Vielleicht, weil ich das Heft der Folgewoche mit dem Gimmick „Das Futter für die Urzeitkrebse“ nicht gekauft hatte. Mit den viereckigen Eiern dagegen machte ich Furore.
Yps ist wieder da.

Insel der Seligen

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) war heute Mittag ziemlich verärgert. Gerade hatte sie Frankfurt vor tausenden Schwulen und Lesben beim CSD als weltoffene und tolerante Stadt gerühmt, da fuhr ihr Volker Beck (Grüne) in die Parade und sprach den Fall Aragoli an.
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Terror in London

Und so gelingt es einer kleinen Gruppe von brutalen Mördern, die größten Probleme kurzerhand von der Tagesordnung des G8-Gipfels zu bomben.
Erschütternd dreinblickende Politiker versammeln sich demonstrativ hinter ihrem Gastgeber und dürfen sich insgeheim freuen, nun doch nicht allzu viel über die lästigen Themen Klimaschutz und Armut reden zu müssen – Bedrohungen, die mehr Menschen töten als jeder Terroranschlag es könnte. Blair kündigt kämpferisch die Verteidigung des eigenen Lebensstils an, und die Extremisten haben ihr Ziel erreicht. Denn an weniger Armut in der Welt haben auch gerade sie kein Interesse.

Wortgefechte

Frau Merkel, gegenwärtig kommen Sie mir mit den Umfragen vor wie ein wunderbar anzuschauendes Soufflé im Ofen. Wir werden mal sehen, in den letzten drei Wochen, wenn da die Souveränin und der Souverän reinpiekst, was von der Größe noch übrig bleibt.
Dass ich das noch erleben darf: Ein Joschka Fischer, der seine staatstragende Außenminister-Bräsigkeit mal kurz hinter sich lässt und während der Vertrauensfrage-Debatte im Parlament einer Kanzlerkandidatin, der noch niemand gesagt hat, dass eine geballte Faust zum dabei gesprochenen Wort passen sollte, zeigt, was Rhetorik vermag – wenn man sie beherrscht.
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Trostpflaster, Teil I

Die klammheimliche Freude, ab Herbst 2005 endlich wieder vom Grunde meines Herzens in Opposition zur Regierung gehen zu können.