An der Schnittstelle

Lange bevor New York kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Welt wurde, hatte Konstantinopel diese Rolle gespielt, zieht Joachim Widmann Parallelen zwischen den Anschlägen vom 11.9.2001 und heute. Mit Istanbul wird absichtsvoll die Schnittstelle zwischen dem Orient und dem Westen zum Ziel erklärt. Kenan Kolat, Vize der Türkischen Gemeinde in Deutschland, glaubt ebenfalls, dass der moderne Islam, soweit er sich mit dem „Westen“ gemein macht, im Zentrum der Angriffe steht.
Gute Nachricht: Unserer Kollegin in Istanbul scheint es gut zu gehen. Per Mail berichtet sie von unglaublichem Chaos, brennenden Fahrzeugen, völlig verstörten Angehörigen, Rettungswagen, die nicht durchkommen, und geschockten Instanbulern, die nicht wissen, ob sie sich überhaupt noch auf die Straße trauen können.
Weiterlesen →

Flushing Nemo

Weil sich der Held des Films in einer Szene durch den beherzten Sprung ins Klo in die Freiheit retten will, sei es in den USA bereits vielfach zu Nachahmungstaten und plötzlichem Fischtod gekommen, berichtete Empire Online unlängst über die Folgen des US-Starts von „Findet Nemo“. Muss man denn eigentlich überall ein fettes „Nicht nachmachen“-Schild draufkleben? Wie auch immer: Bei uns gibts die Tage Fisch.
Weiterlesen →

DonnerstagsBlues

Ich hab ja nichts dagegen, dass du deine neuen Boxen testest, aber muss es mit Elvis Costello sein?
Wiesoooo?
Ich weiß auch nicht – irgendwie schaut man sich dabei unwillkürlich auf die Pulsader.
Weiterlesen →

Chasing Bush

Der US-Präsident glaubt, der wütenden Öffentlichkeit bei seinem Besuch in London aus dem Weg gehen zu können. Er irrt: Help us track George W. Bush across London!
via polarluft

Weiterlesen →

Blogger unterm Mikroskop

Manche Weblogger scheinen füreinander eine herzliche Zuneigung zu empfinden.

Die Examensarbeit von Lucy Traunmüller über Weblog-Communities birgt noch mehr von diesen herrlichen Sätzen, und schon das Vorwort ist lesenswert. Für den empirischen Teil der Arbeit hat die Österreicherin sich bei den Schreibern von Twoday.net getummelt. Die Lektüre ihrer Arbeit passt zur Neuen Nachdenklichkeit, die sich derzeit in vielen Blogs Raum schafft. Fragen wie „Blogge ich noch richtig?“ lassen sich womöglich mit einem Blick auf wissenschaftliche Untersuchungen wie diese leichter beantworten…

Viele Weblogger scheinen skeptischer Geisteshaltung zu sein und sich nicht mit dem Gros der Bevölkerung zu identifizieren.
(Twoday.net-)Blogger haben eine ausgeprägten Sinn für Humor.

Nu, wer von uns *g*-süchtigen Individualisten würde dem schon widersprechen wollen?
Den Weblog-Postings haftet aber auch oft ein nachdenklicher und melancholischer Unterton an.
Oooohja. Jaja.
Viele Blogger vermitteln den Eindruck, dass weder das alltägliche Leben noch zwischengeschlechtliche Beziehungen besonders erfüllend seien
Mooooment!
Mit dem Wunsch, sich zu äußern, geht der Wunsch nach Kontakt einher. So ist anzunehmen, dass jeder, der seine Texte veröffentlicht, auch an den Reaktionen anderer interessiert ist.
Hm. Nicht zwangsläufig.
Verbunden mit der Kontaktbereitschaft … ist auch die Freundlichkeit, die den allgemeinen Umgangston prägt.
Bitte?
Weiterlesen →

Kollegen von ap offenbar im Stress

Lief soeben durch den Ticker:
Hinterhalte und Stellungen von Außerirdischen bombardiert – USA fliegen schwerste Luftangriffe seit Ende des Irak-Kriegs
Nachtrag:
Gerade eingetroffen:
B e r i c h t i g u n g = In APD0528 muss es im Untertitel richtig heißen: „Hinterhalte und Stellungen von Aufständischen bombardiert“ (nicht: von Außerirdischen).
Weiterlesen →