Wer weiß, irgendwann stolpern wir über die Trümmer unserer Welt und erinnern uns wehmütig daran, dass wir mal glaubten, die Praxisgebühr wäre etwas Schlimmes, sag ich heute früh zu Siebenstein. Der (Nachrichten-)Tag gestern hat mir doch mehr zugesetzt als ich dachte. Vielleicht sollte ich mir abgewöhnen, meine Nase in Drohbriefe zu stecken.
Es gelingt mir immer schlechter, solche Elaborate als Geschwätz von Verrückten abzutun, und zugleich glaube ich immer weniger daran, dass Globalisierung nur sozial gerecht organisiert werden müsste, um dem Terror in der Welt den Boden abzugraben. Die Bombenleger sind keine armen, benachteiligten Schweine. Es sind privilegierte, zum Teil wohlhabende junge Männer, die sich mittlerweile nicht mal mehr den Anschein von Rebellentum geben.
Sie töten. Einfach so.
Dass sich hier zu Lande viele ernsthaft einbilden, man würde dem islamischen Fundamentalismus entgegen treten, indem man harmlosen Lehrerinnen das Kopftuch verbietet, ist in Villen und Zelten von Algier bis Rabat vermutlich bereits zum Running Gag mutiert.
Nachtrag:
normale ordentliche Polizeiarbeit hat zur Aufklärung der Attentate vom 11. März geführt, keine Militäraktion oder eine Besetzung des Inlands durch die Armee, schreibt Ralf zu Recht. Es gibt sie durchaus, die richtige Antwort auf den Terror. Im Weißen Haus kennt man sie nur nicht.
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