Der Auftrag: 180 Zeilen über das Bloggen, die ich bis Ende der Woche abliefern muss.
Der Aufruf: Beschreibe (d)eine Antriebsfeder fürs Bloggen. Oder das, was dich an der Blogosphere nervt. Oder beides. Ja, du bist gemeint. Und alle anderen, die hier vorbeischauen. Kommentar frei!
Online-Journalismus
Sprachlos in Mühlheim
Keine Sorge wegen der Copyrights. Das Wort kann jeder hinschreiben, ohne es offiziell zu beantragen.
Teilt mir jemand ernsthaft mit, der übers Internet die Werke anderer Leute vertickt.
Grüße in den Elfenbeinturm
Halleluja! Die Frankfurter Rundschau hat Mut zum Internet! Wer hätte gedacht, dass die wiederholte Einrichtung eines Online-Forums anno 2005 als tapfere Tat gefeiert werden würde? Wir nicht! Aber wir nehmen die Tapferkeitsmedaillen natürlich gerne an.
Und sehen auch gerne darüber hinweg, dass der Laudator
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Gut gemeint
Die Mails mit Suchmeldungen nach Angehörigen von Kindern, die bei der Flutkatastrophe verletzt wurden, häufen sich.
Der spontane Reflex, solche Aufrufe an den kompletten Adressbestand weiterzuleiten, ist verständlich, aber auch hier gilt wie grundsätzlich bei Kettenbriefen jedweder Art: Schlag nach beim Hoax-Info-Service der TU Berlin.
Derzeit zirkulieren wohl hauptsächlich Mails, in denen es um den zweijährigen Hannes aus Schweden – der Junge mit den vielen Pusteln im Gesicht, der in zig Fernsehbeiträgen zu sehen war – und die zehnjährige Sophia aus Deutschland geht. Beide Aufrufe, so die TU Berlin, sind nicht mehr aktuell – um die Kinder kümmerten sich bereits Angehörige. Im Fall Hannes war das Wiedersehen mit dem Vater vielfach im TV zu sehen.
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Leichenfleddern
Arrogante Pauschaltouristen! Buchen zwei Wochen all inclusive, begegnen Einheimischen nur, wenn diese ihnen im Resort das Essen servieren, und schwärmen hinterher daheim beim Dia-Abend in Iserlohn über die „herzensgute Gastfreundschaft“!
Ungebildete Urlauber aus Pisa-Land! Wissen nicht, dass auf eine plötzliche Ebbe ein Tsunami folgt! Selber schuld!
Fettleibige Couchpotatoes! Wären sie nur ein wenig trainierter gewesen, dann hätten sie den Wettlauf gegen die Welle locker gewonnen!
Hysterische Radioprogrammgestalter! Setzen Songs ab, bloß weil sie Gefühle verletzen könnten!
Verlogene Betroffenheitsrhetoriker! Klagen doch nur so laut, weil Landsleute unter den Opfern sind!
Haben wir auch niemanden vergessen?
Am Tage 8 nach der Katastrophe haben die im Trockenen sitzenden Zeigefingerheber ihr Soll wohl erfüllt: Die to-criticise-Liste scheint endlich abgehakt.
Ich variiere mal Herrn Nuhr: Wenn man das große Glück hat, nicht in ein solches Inferno geraten zu sein – einfach mal Fresse halten. Oder so.
Attentäter, neuwertig
(via SpOn)