Liisa fragte nach dem Schönsten, was wir besitzen.
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Leben
Südwärts
Ich lehn an der Brüstung vom Balkon überm Hafencafé,
hör die ewige Brandung. Hab im Hals diesen Brand,
fühl mich wie einn Emigrant. Und träume vom Schnee.
Und nichts tut mehr weh.
Ulla Meinecke, Hafencafé
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Ohne Überschrift
Das Aufwachen ist anstrengend geworden, drinnen die Raumluft trocken, draußen der Atem sichtbar. Das Jahr neigt sich bis zum Umfallen, in zwei Wochen schon werden sie Bush wiederwählen. Ich bin auf Tschaikowsky umgestiegen und Samuel Barber. Der Nebel lichtet sich morgens nur langsam, und abends, wenn ich von der Arbeit komme, ist es dunkel, ich mag nicht mehr zum Laufen raus und da ist auch kein Hund mehr, der mich zwingt. Die Festplatte im Büro-Rechner scheint etwas zu spüren. Ich muss meine Daten sichern. Und Pläne machen für 2005.
Überlebt
Wenn es wichtig wird, kann ich die Proportionen erkennen. Ich weiß, ich habe Schlimmeres erlebt. Wenn ich das gemeistert habe, meistere ich auch neue Probleme.
Morten Boje, der das heute sagt, hat vor zehn Jahren den Untergang der Fähre Estonia überlebt. Ein Satz, den wohl die meisten so oder ähnlich sagen würden, wenn sie eine schwere Krise, eine Krankheit, einen Unfall oder den Tod eines nahen Menschen überlebten. Man geht durch die Hölle wie durch ein Bad aus Stahl, und wenn man herauskommt, ist man zwar nicht unverletzlich – aber man fühlt sich zumindest so.
22. Oktober 2046
Deathclock hat Alter, Geschlecht, Gewicht und Rauchverhalten gecheckt und kam zu dem Schluss, dies sei höchstvermutlich mein Todestag.
Natürlich wollte ich die Site sogleich der Willkür überführen – und gab die Daten meiner verstorbenen Mutter ein. Das Ergebnis:
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Stehenbleiben gilt nicht
Glaub mir, in einem halben Jahr ist alles wieder wie früher, sagt ein Mann in dem Film September (gestern Abend, ZDF) zu seiner Frau, die über den Attentaten vom 11.9. schier verrückt zu werden droht.
Und so kam es ja auch.
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