Vorher-Nachher

Wenn es noch eines Beleges bedurft hätte, dass Geld allein nicht glücklich macht: Spätestens das Bild von einem dreckigen Ex-Diktator, der alleine mit einem Metallkoffer voller Dollarscheine in einem dunklen Erdloch hockt, liefert ihn. Ohne Dollars (die nämlich, die auf seinen Kopf ausgesetzt waren), säße er da immer noch!
Neben den gezeigten Vorher-Nachher-Bildern, die der Bild-Schlagzeile von heute (Sie haben ihn rasiert!) so ein ganz klein wenig die Exklusivität nahmen, wäre ja auch eine andere Bildkombination denkbar gewesen. Rechts: Saddam Hussein im Dezember 2003, dem ein amerikanischer GI mit Gummihandschuhen die zerzausten Haare nach Läusen absucht. Und links: Saddam Hussein in den frühen 80er Jahren, dem ein amerikanischer Diplomat namens Donald Rumsfeld zwecks lukrativer Waffengeschäfte in den Arsch kriecht.
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Erkennungszeichen

Heute morgen beim ersten Gassigehen den schönsten Weihnachtsbaum der gesamten westlichen Hemisphäre entdeckt – und sogleich zur späteren Abholung reserviert. Leider, ohne einen Namen zu hinterlassen. Doch die Baumverkäuferin wusste sich zu helfen, als sie das Schildchen beschriftete:

Reserviert für Frau mit Hund

Wer bietet weniger?

Wir sind ein junges Unternehmen aus der Medienstadt Hürth. Wir suchen deutschlandweit Webdesigner ! … Folgende Daten geben wir vor. Domain Name : WM-Knaller.de Es soll eine Seite zur WM 2006 werden ! Layout + Logo geben wir frei ! Auch was dort dann angeboten wird ! Fragen bitte nicht stellen. Diese werden von uns nur in Ausnahmefällen beantwortet. Viel Glück!
Zahlen will das junge Unternehmen für diesen Auftrag höchstens 100 Euro. Es bedient sich dafür der Dortmunder Internet-Plattform UnderBay, eine Art Gegenstück zu eBay: Hier werden nicht Waren höchstbietend verkauft, sondern Aufträge – an den, der am wenigsten dafür nimmt. Beim Auftrag aus Hürth kann man übrigens auch sofort zugreifen. Honorar für Schnellentschlossene: fünf Euro.
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Klartext in Oslo

Die Rede von Shirin Ebadi anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises – in deutscher Übersetzung:

Im Namen Gottes, des Schöpfers und des Weisen
Eure Majestät, Eure königliche Hoheiten, sehr geehrte Mitglieder des norwegischen Nobelkomitees, Eure Exzellenzen, meine Damen und Herren!
Ich fühle mich äußerst geehrt, dass ich heute meine Stimme erheben darf von diesem hoch angesehenen Forum aus zu den Völkern der Erde. Diese große Ehre ist mir durch das norwegische Nobelkomitee zuteil geworden. Ich verneige mich vor dem Geist Alfred Nobels und huldige allen, die seinem Weg in Wahrheit folgen.

In diesem Jahr wurde der Friedensnobelpreis einer Frau aus Iran verliehen, aus einer islamischen Nation im Nahen Osten.

Ohne Zweifel wird die Wahl meiner Person eine Inspiration für die vielen Frauen sein, die für die Durchsetzung ihrer Rechte kämpfen. Nicht nur in Iran, sondern in der ganzen Region. Sie kämpfen für Rechte, die ihnen im Lauf der Geschichte entrissen wurden. Der Friedensnobelpreis wird den iranischen Frauen und vielen darüber hinaus den Glauben an sich selbst geben. Frauen sind die Hälfte der Weltbevölkerung. Frauen zu übersehen und sie auszuschließen von einer aktiven Teilnahme an dem politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben: Das bedeutet in Wirklichkeit, die ganze Bevölkerung der Hälfte ihrer Möglichkeiten zu berauben. Die patriarchalische Kultur und die Diskriminierung der Frauen, besonders in islamischen Ländern, wird nicht auf ewig andauern können.

Verehrte Mitglieder des norwegischen Nobelkomitees!
Ihnen wird bewusst sein: Die Ehre und die Freude über diesen Preis werden einen positiven und weit reichenden Einfluss haben auf die aufrichtigen humanitären Bemühungen der iranischen Bevölkerung der Region. Diese großartige Segnung wird jeden freiheitsliebenden und friedenssuchenden Menschen umfassen, ob Frau oder Mann.
Die Sorgen der Menschenrechtsaktivisten werden noch größer, wenn sie sehen, dass nicht nur die ihnen bekannten Gegner gegen die Menschenrechte verstoßen – unter dem Vorwand, sie seien unvereinbar mit ihrer Kultur –, sondern dass die Menschenrechte auch in westlichen Demokratien verletzt werden. Also von Ländern, die selbst zu den ursprünglichen Unterzeichnern der Charta der Vereinten Nationen und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gehören. In diesem Rahmen werden Hunderte von Menschen, die bei militärischen Konflikten verhaftet worden sind, Monate lang in Guantanamo festgehalten, ohne von den Rechten Gebrauch machen zu können, die ihnen gemäß dem internationalen Genfer Abkommen, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem internationalen Übereinkommen der Vereinten Nationen über zivile und politische Rechte zustehen.

Millionen von Bürger der zivilisierten Welt beschäftigt außerdem eine Frage seit einigen Jahren, vor allem während der letzten Monate, und auch weiterhin: Wie kann es sein, dass gewisse Entscheidungen und Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen bindend sind, während andere Resolutionen des Sicherheitsrates es nicht sind? Warum werden seit den letzten 35 Jahren Dutzende von Resolutionen der Vereinten Nationen über die Besetzung palästinensischer Gebiete durch den Staat Israel nicht sofort durchgesetzt, während dagegen in den letzten zwölf Jahren der Staat und die Bevölkerung in Irak Angriffen, militärischen Überfällen, wirtschaftlichen Sanktionen und schließlich einer militärischen Besetzung ausgesetzt wurden – das erste Mal auf Empfehlung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen?

Meine Damen und Herren!
Erlauben Sie mir, etwas über mein Land, meine Region, meine Kultur und meinen Glauben zu sagen. Ich bin Iranerin, Abkömmling von Cyrus dem Großen. Das ist der gleiche Herrscher, der vor 2500 Jahren auf der Höhe seiner Macht verkündete, „… er werde nicht über das Volk regieren, wenn das Volk es nicht wünscht. Und (er) versprach, keinen Menschen zu zwingen, seine Religion und seinen Glauben zu ändern. Er garantierte Freiheit für alle.“ Die Charta von Cyrus dem Großen ist eines der wichtigsten Dokumente zum Verständnis der Geschichte der Menschenrechte.

Ich danke dem norwegischen Nobelkomitee für die Ehre, die mir zuteil wird, und für den Segen, den diese Ehrung für die friedliebende Bevölkerung meines Landes darstellt.

Der heutige Tag ist gleichzeitig der 55. Jahrestag der Menschenrechtsdeklaration. Einer Erklärung, die gleich am Anfang die angeborene Würde des Menschen anerkennt – und gleiche unveräußerliche Grundrechte für alle vorsieht. Sie ist eine Garantie für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Und sie verspricht eine Welt, in der die Menschen genießen, dass die Gedanken und die Meinungen frei sein werden. Eine Welt, in der die Menschen vor Furcht und Armut gehütet und geschützt sein sollen.

Leider entfernt sich die Menschheit mehr und mehr von dieser idealen Welt, die die Verfasser der Erklärung der Menschenrechte vor sich sahen. Der diesjährige Bericht über das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) zeigt, wie schon in den vergangenen Jahren, dass Unheil naht. Im Jahre 2002 lebten fast 1,2 Milliarden Menschen in abgrundtiefer Armut, mit einem Einkommen von weniger als einem Dollar pro Tag. Mehr als 50 Länder wurden von Kriegen oder Naturkatastrophen betroffen. Aids hat bis jetzt 22 Millionen Menschen das Leben gekostet und 13 Millionen Kinder zu Waisen gemacht.

Gleichzeitig haben in den vergangenen zwei Jahren einige Staaten die universellen Prinzipien und Gesetze der Menschenrechte verletzt – unter dem Vorwand der Ereignisse des 11. September und der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Alle Staaten müssen sicherstellen, bei jeder Maßnahme zur Bekämpfung des Terrorismus, dass sie alle ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen befolgen, besonders internationale Menschenrechte und humanitäre Gesetze einhalten. Das verlangen die Resolution 57/219 der UN-Generalversammlung vom 18. Dezember 2002, die Resolution 1456 des UN-Sicherheitsrates vom 20. Januar 2003 und die Resolution 2003/68 der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen vom 25. April 2003. Nichtsdestoweniger wurden unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Terrorismus Regeln legitimiert, die Menschenrechte und grundlegende Freiheiten beeinträchtigen. Die Schaffung von besonderen Organen und außerordentlichen Gerichtshöfen, die ein gerechtes Urteil erschweren und zeitweise unmöglich machen, wurde gerechtfertigt.

Ich bin Muslimin. Nach dem Koran soll der Prophet des Islam gesagt haben: „Du sollst in deinem Glauben bleiben und ich in meiner Religion.“ Dieses gleiche göttliche Buch sieht die Aufgabe der Propheten darin, alle Menschen aufzufordern, Gerechtigkeit zu üben. Seit der Einführung des Islam wurden die Zivilisation und die Kultur des Iran durchtränkt und erfüllt von Menschenliebe, von Ehrfurcht vor dem Leben, den Ansichten und dem Glauben anderer Menschen, der Verbreitung von Toleranz und Kompromiss und der Vermeidung von Gewalt, Blutvergießen und Krieg. Verkünder dieser humanitären Kultur sind die Leuchten der iranischen, vor allem der gnostischen Literatur, von Hafiz, Mawlavi (im Westen besser als Rumi bekannt) und Attar bis Saadi, Sanaei, Naser Khosrow und Nezami. Ihre Botschaft kommt in diesem Gedicht von Saadi deutlich zum Ausdruck:

„Die Söhne Adams sind Glieder des gleichen Körpers, da sie alle aus dem gleichen Stoff geschaffen wurden.
Wenn das Schicksal eines der Glieder trifft, bleiben die anderen Glieder nicht unberührt.“

Seit über 100 Jahren kämpft das iranische Volk gegen Konflikte, die zwischen Tradition und Moderne entstehen. Einige Menschen haben alte Traditionen wiederbelebt und versuchen die Welt mit den Augen der Vorfahren zu sehen; die Probleme und Schwierigkeiten der heutigen Welt mit Hilfe der Werte der Alten zu bewältigen. Viele andere aber versuchen, Schritt zu halten mit der Entwicklung der restlichen Welt und nicht hinter der Karawane der Zivilisation, der Entwicklung und des Fortschritts zurückzubleiben. Gleichzeitig aber respektieren sie ihre geschichtliche und kulturelle Vergangenheit, ihre Religion und ihren Glauben. Die Menschen in Iran haben besonders in den letzten Jahren gezeigt, dass sie die Teilnahme an dem öffentlichen Leben als ihr Recht betrachten und dass sie selbst über ihr Schicksal bestimmen möchten.

Diesen Konflikt zwischen Altem und Neuem beobachtet man nicht nur in Iran, sondern in vielen islamischen Staaten. Einige Muslime haben despotische Regierungen gerechtfertigt und tun es noch heute unter dem Vorwand, dass Demokratie und Menschenrechte unvereinbar seien mit den Lehren des Islam und der traditionellen Struktur der islamischen Gesellschaft. Und tatsächlich ist es nicht so leicht, mit traditionellen, patriarchalischen Methoden und mit Paternalismus ein Volk zu regieren, das sich seiner Rechte bewusst ist.

Der Islam ist eine Religion, deren erstes Gebot an den Propheten mit den Worten beginnt: „Sprich!“ Der Koran hält die Feder und das, was sie schreibt, hoch in Ehren. Ein solches Gebot, eine solche Botschaft, kann nicht unvereinbar sein mit Wissen und Einsicht, mit Weisheit, Meinungsfreiheit, Redefreiheit und kultureller Vielfalt.

Auch das Elend der Frauen-Diskriminierung in islamischen Staaten, sei es nun im Zivilrecht oder hinsichtlich sozialer, politischer und kultureller Gerechtigkeit, hat seine Wurzeln nicht im Islam, sondern in der patriarchalischen und männerdominierten Kultur, die in diesen Gesellschaften vorherrscht. Diese Kultur toleriert weder Freiheit noch Demokratie, ebenso wenig wie sie an gleiche Rechte für Männer und Frauen glaubt und an die Befreiung der Frauen von der Dominanz der Männer (der Väter, Ehemänner, Brüder ..). Denn das würde die historische und traditionelle Stellung der Herrscher und Hüter dieser Kultur bedrohen.

Denen, die den Gedanken eines Kampfes der Kulturen aufgebracht haben oder die Krieg und militärische Intervention in dieser Region vorgeschrieben haben und soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Zurückgebliebenheit des Südens als Vorwand benutzt haben im Versuch, ihre Handlungen und Meinungen zu rechtfertigen, denen muss man sagen: Wenn man die internationalen Gesetze über die Menschenrechte einschließlich des Selbstbestimmungsrechts der Nationen als universell betrachten soll und wenn man an die Überlegenheit der parlamentarischen Demokratie über alle anderen politischen Systeme glaubt, dann kann man nicht selbstsüchtig und überheblich nur an die eigene Sicherheit und Bequemlichkeit denken. Im Interesse der künftigen Entwicklung und der internationalen Beziehungen müssen die Vereinten Nationen neue Methoden und Ideen fördern, die auch den Ländern im Süden ermöglichen, Menschenrechte und Demokratie zu genießen – unter Beibehaltung ihrer politischen Unabhängigkeit und ihrer territorialen Integrität.

Die Entscheidung des Nobelkomitees, mir den Friedenspreis für das Jahr 2003 zu verleihen – als erster Frau aus Iran und als erster Frau aus einem islamischen Land –, diese Entscheidung inspiriert mich. Mir und Millionen anderer Iraner und Bürger islamischer Staaten flößt sie die Hoffnung ein, dass wir bei unseren Bestrebungen, unseren Anstrengungen und unserem Ringen um die Verwirklichung der Menschenrechte und der Errichtung der Demokratie in unseren Ländern auf die Unterstützung und auf die Solidarität der internationalen zivilisierten Gesellschaft zählen können. Dieser Preis gehört dem iranischen Volk. Er gehört der Bevölkerung der islamischen Staaten und den Bewohnern des Südens für die Einführung von Menschenrechten und Demokratie.

Meine Damen und Herren,
in der Einleitung zu meiner Rede sprach ich von den Menschenrechten als Garantie für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Wenn die Menschenrechte ihren Weg in die Gesetzbücher der Staaten nicht finden oder von den Staaten nicht ernst genommen werden, dann bleibt den Menschen keine andere Möglichkeit, als zum „Widerstand gegen Tyrannei und Unterdrückung“ aufzurufen, so wie es in der Präambel zu der Erklärung der Menschenrechte geschrieben steht. Ein Mensch, dem alle Würde geraubt wird, ein Mensch, der verhungert, ein Mensch, dem die Menschenrechte versagt werden, ein Mensch, der von Hungersnot, Krieg und Krankheit gezeichnet ist, ein Mensch, der erniedrigt und ausgeplündert wird, ein solcher Mensch ist nicht in der Lage, die Rechte zurückzuerobern, die er oder sie verloren hat.

Wenn sich das 21. Jahrhundert wünscht, den Kreislauf von Gewalt, Terrorhandlungen und Kriegen zu durchbrechen und wenn es eine Wiederholung der Erfahrungen des 20. Jahrhunderts vermeiden will – das das Jahrhundert war mit den meisten Katastrophen in der Geschichte der Menschheit –, dann gibt es keinen anderen Weg als den zu verstehen und dafür zu sorgen, dass die ganze Menschheit, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Nationalität oder sozialer Stellung, in den Genuss aller Menschenrechte kommt.

In Erwartung dieses Tages, in großer Dankbarkeit
Shirin Ebadi

Quelle: Nobelpreis-Komitee; Übersetzung: ARD

Mehr dazu:
Interview mit Shirin Ebadi
Die Begründung der Preisverleihung im Wortlaut
Kommentare in iranischen Blogs
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Klartext in Oslo

Die Rede von Schirin Ebadi anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises:

In the name of the God of Creation and Wisdom
Your Majesty, Your Royal Highnesses, Honourable Members of the Norwegian Nobel Committee, Excellencies, Ladies and Gentlemen,

I feel extremely honoured that today my voice is reaching the people of the world from this distinguished venue. This great honour has been bestowed upon me by the Norwegian Nobel Committee. I salute the spirit of Alfred Nobel and hail all true followers of his path.

This year, the Nobel Peace Prize has been awarded to a woman from Iran, a Muslim country in the Middle East.

Undoubtedly, my selection will be an inspiration to the masses of women who are striving to realize their rights, not only in Iran but throughout the region – rights taken away from them through the passage of history. This selection will make women in Iran, and much further afield, believe in themselves. Women constitute half of the population of every country. To disregard women and bar them from active participation in political, social, economic and cultural life would in fact be tantamount to depriving the entire population of every society of half its capability. The patriarchal culture and the discrimination against women, particularly in the Islamic countries, cannot continue for ever.

Honourable members of the Norwegian Nobel Committee!

As you are aware, the honour and blessing of this prize will have a positive and far-reaching impact on the humanitarian and genuine endeavours of the people of Iran and the region. The magnitude of this blessing will embrace every freedom-loving and peace-seeking individual, whether they are women or men.

I thank the Norwegian Nobel Committee for this honour that has been bestowed upon me and for the blessing of this honour for the peace-loving people of my country.

Today coincides with the 55th anniversary of the adoption of the Universal Declaration of Human Rights; a declaration which begins with the recognition of the inherent dignity and the equal and inalienable rights of all members of the human family, as the guarantor of freedom, justice and peace. And it promises a world in which human beings shall enjoy freedom of expression and opinion, and be safeguarded and protected against fear and poverty.

Unfortunately, however, this years report by the United Nations Development Programme (UNDP), as in the previous years, spells out the rise of a disaster which distances mankind from the idealistic world of the authors of the Universal Declaration of Human Rights. In 2002, almost 1.2 billion human beings lived in glaring poverty, earning less than one dollar a day. Over 50 countries were caught up in war or natural disasters. AIDS has so far claimed the lives of 22 million individuals, and turned 13 million children into orphans.

At the same time, in the past two years, some states have violated the universal principles and laws of human rights by using the events of 11 September and the war on international terrorism as a pretext. The United Nations General Assembly Resolution 57/219, of 18 December 2002, the United Nations Security Council Resolution 1456, of 20 January 2003, and the United Nations Commission on Human Rights Resolution 2003/68, of 25 April 2003, set out and underline that all states must ensure that any measures taken to combat terrorism must comply with all their obligations under international law, in particular international human rights and humanitarian law. However, regulations restricting human rights and basic freedoms, special bodies and extraordinary courts, which make fair adjudication difficult and at times impossible, have been justified and given legitimacy under the cloak of the war on terrorism.

The concerns of human rights advocates increase when they observe that international human rights laws are breached not only by their recognized opponents under the pretext of cultural relativity, but that these principles are also violated in Western democracies, in other words countries which were themselves among the initial codifiers of the United Nations Charter and the Universal Declaration of Human Rights. It is in this framework that, for months, hundreds of individuals who were arrested in the course of military conflicts have been imprisoned in Guantanamo, without the benefit of the rights stipulated under the international Geneva conventions, the Universal Declaration of Human Rights and the [United Nations] International Covenant on Civil and Political Rights.

Moreover, a question which millions of citizens in the international civil society have been asking themselves for the past few years, particularly in recent months, and continue to ask, is this: why is it that some decisions and resolutions of the UN Security Council are binding, while some other resolutions of the council have no binding force? Why is it that in the past 35 years, dozens of UN resolutions concerning the occupation of the Palestinian territories by the state of Israel have not been implemented promptly, yet, in the past 12 years, the state and people of Iraq, once on the recommendation of the Security Council, and the second time, in spite of UN Security Council opposition, were subjected to attack, military assault, economic sanctions, and, ultimately, military occupation?

Ladies and Gentlemen,

Allow me to say a little about my country, region, culture and faith.

I am an Iranian. A descendent of Cyrus The Great. The very emperor who proclaimed at the pinnacle of power 2500 years ago that „… he would not reign over the people if they did not wish it.“ And [he] promised not to force any person to change his religion and faith and guaranteed freedom for all. The Charter of Cyrus The Great is one of the most important documents that should be studied in the history of human rights.

I am a Muslim. In the Koran the Prophet of Islam has been cited as saying: „Thou shalt believe in thine faith and I in my religion“. That same divine book sees the mission of all prophets as that of inviting all human beings to uphold justice. Since the advent of Islam, too, Irans civilization and culture has become imbued and infused with humanitarianism, respect for the life, belief and faith of others, propagation of tolerance and compromise and avoidance of violence, bloodshed and war. The luminaries of Iranian literature, in particular our Gnostic literature, from Hafiz, Mowlavi [better known in the West as Rumi] and Attar to Saadi, Sanaei, Naser Khosrow and Nezami, are emissaries of this humanitarian culture. Their message manifests itself in this poem by Saadi:

„The sons of Adam are limbs of one another
Having been created of one essence“.

„When the calamity of time afflicts one limb
The other limbs cannot remain at rest“.

The people of Iran have been battling against consecutive conflicts between tradition and modernity for over 100 years. By resorting to ancient traditions, some have tried and are trying to see the world through the eyes of their predecessors and to deal with the problems and difficulties of the existing world by virtue of the values of the ancients. But, many others, while respecting their historical and cultural past and their religion and faith, seek to go forth in step with world developments and not lag behind the caravan of civilization, development and progress. The people of Iran, particularly in the recent years, have shown that they deem participation in public affairs to be their right, and that they want to be masters of their own destiny.

This conflict is observed not merely in Iran, but also in many Muslim states. Some Muslims, under the pretext that democracy and human rights are not compatible with Islamic teachings and the traditional structure of Islamic societies, have justified despotic governments, and continue to do so. In fact, it is not so easy to rule over a people who are aware of their rights, using traditional, patriarchal and paternalistic methods.

Islam is a religion whose first sermon to the Prophet begins with the word „Recite!“ The Koran swears by the pen and what it writes. Such a sermon and message cannot be in conflict with awareness, knowledge, wisdom, freedom of opinion and expression and cultural pluralism.

The discriminatory plight of women in Islamic states, too, whether in the sphere of civil law or in the realm of social, political and cultural justice, has its roots in the patriarchal and male-dominated culture prevailing in these societies, not in Islam. This culture does not tolerate freedom and democracy, just as it does not believe in the equal rights of men and women, and the liberation of women from male domination (fathers, husbands, brothers …), because it would threaten the historical and traditional position of the rulers and guardians of that culture.

One has to say to those who have mooted the idea of a clash of civilizations, or prescribed war and military intervention for this region, and resorted to social, cultural, economic and political sluggishness of the South in a bid to justify their actions and opinions, that if you consider international human rights laws, including the nations right to determine their own destinies, to be universal, and if you believe in the priority and superiority of parliamentary democracy over other political systems, then you cannot think only of your own security and comfort, selfishly and contemptuously. A quest for new means and ideas to enable the countries of the South, too, to enjoy human rights and democracy, while maintaining their political independence and territorial integrity of their respective countries, must be given top priority by the United Nations in respect of future developments and international relations.

The decision by the Nobel Peace Committee to award the 2003 prize to me, as the first Iranian and the first woman from a Muslim country, inspires me and millions of Iranians and nationals of Islamic states with the hope that our efforts, endeavours and struggles toward the realization of human rights and the establishment of democracy in our respective countries enjoy the support, backing and solidarity of international civil society. This prize belongs to the people of Iran. It belongs to the people of the Islamic states, and the people of the South for establishing human rights and democracy.

Ladies and Gentlemen

In the introduction to my speech, I spoke of human rights as a guarantor of freedom, justice and peace. If human rights fail to be manifested in codified laws or put into effect by states, then, as rendered in the preamble of the Universal Declaration of Human Rights, human beings will be left with no choice other than staging a „rebellion against tyranny and oppression“. A human being divested of all dignity, a human being deprived of human rights, a human being gripped by starvation, a human being beaten by famine, war and illness, a humiliated human being and a plundered human being is not in any position or state to recover the rights he or she has lost.

If the 21st century wishes to free itself from the cycle of violence, acts of terror and war, and avoid repetition of the experience of the 20th century – that most disaster-ridden century of humankind, there is no other way except by understanding and putting into practice every human right for all mankind, irrespective of race, gender, faith, nationality or social status.

In anticipation of that day.

With much gratitude
Shirin Ebadi

Quelle: Nobelpreis-Komitee
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