
Hamburg, letzte Nacht.
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Kündigungsschutz aufweichen? Ja!
Zustimmend nicken angesichts der zwei Jahre Probezeit, die SPD und Union vereinbart haben. Dann merken, dass sie nicht ihre Koalition meinen.
Nicht bedürftig
Scheiß was aufs Geld, sagt sie und wirft die Klotür der Büro-Toilette zu, hinter der seit geschlagenen fünf Tagen ein Euro-Stück verschmäht im Wasser liegt und sich hartnäckig jedem Spülvorgang widersetzt.
Erinnerung
An einem Nachmittag im Februar verließen wir das Zimmer, den Ort, der für uns in all den Monaten die einzige Wirklichkeit geworden war, und gingen mit der Ärztin, die sie betreute, nach nebenan. Wir schlossen die Tür, wir sprachen mit gedämpften Stimmen, als würden wir Verbotenes planen oder Unmoralisches.
Wir haben sie gehen lassen an diesem Tag. Sie starb erst Wochen später, aber an diesem Tag, endlich, durfte sie sich auf den Weg machen, weil wir sie nicht länger festhielten in unserer egoistischen Verzweiflung.
Ich hatte zuvor so lange mit mir gehadert, weil ich sie nicht beschützen konnte vor dieser Krankheit, vor den Rückschlägen, den enttäuschten Hoffnungen, vor dem Unausweichlichen. Weil ich ihr nicht helfen konnte. Seit diesem Nachmittag nicht mehr.
Arte wiederholt den Themenabend In Würde sterben heute ab 15.15 Uhr.
Scoops of the Day
Der kleine Unterschied:
Schröder = machtbewusst, Nahles = karrieregeil.
Die intime Beichte: Stoiber = Müntefering
Lesen Sie dazu den großen Selbsttest: Vor dem Monitor niesen, nachdem man gerade in ein Brot gebissen hat.
Leicht verschnupft und halsgewickelt, aber tapfer im Dienst,
die Redaktion
Date mit Hanne
Siebenstein und ich spielen gerne Blind Date. Unbekannt ist bei unserer Variante nicht die Person, sondern das Ausflugsziel. Wir wechseln uns immer ab mit der Geheimniskrämerei – eine denkt sich was aus, die andere muss blindlings folgen und sich überraschen lassen. Nützliche Tipps gibt es allenfalls für Kleidung und Schuhwerk.
Heute hieß es, ich solle ich mich robust anziehen.
Was ich (noch) nicht wusste: Ich hatte ein Date mit Hanne, der drallen Blonden von nebenan.
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