„Ist deine Tochter etwa eine Linke?“, fragt vor wenigen Tagen ein gerade erst unvermittelt zum Verwandten gewordener älterer Herr meinen Vater, während er mit einem Zeigefinger vor meinem Gesicht herumfuchtelt. „Tja, gute Erziehung“, werfe ich breit grinsend ein, bevor mein peinlich berührter Vater abwinken kann. Anlass war
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Eingeschränkte Wahrnehmung
Auch, wenn man sich über solche „Zwischenfälle“ in einem (offiziell für beendet erklärten) Krieg nicht wundern darf, so erwische ich mich dennoch dabei, in meinem weltfremden kleinen Hirn nach Erklärungen zu suchen dafür, dass irgendjemand Freude am Leid eines anderen empfinden kann. Dass Schmerz und Tod offenbar noch nicht häufig genug zum Leben gehören, und viele dem auch noch nachhelfen müssen.
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Grüß schön da oben
Das Schlimmste war das Warten.
Die Entscheidung fiel letzten Dienstag, ein sonniger Frühlingstag, in einem kleinen Park mitten in Frankfurt. Als der Termin für das Einschläfern gemacht war, begann es. Das Stundenzählen. Hin- und hergeschleudert zwischen Verzweiflung, weil uns die gemeinsame Zeit durch die Finger rinnt, und dem brennenden Wunsch, es hinter uns zu bringen – schnell.
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Ohne Titel
Geh den letzten Weg mit mir.
Alles ist leichter für mich mit dir.
(Quelle)
Hier wird diese Woche nicht allzu viel los sein.
Geht die Welt heute unter…
… geht sie ohne mich. (Ina Deter)
Was tun an so einem strahlend sonnigen Wochenende?
Mich über meine Landesregierung aufregen, die bei den Ärmsten spart, dafür aber sich selbst was gönnt – und dann auch noch Geld für sowas übrig hat. Die spärlichen Nachrichten aus Nordkorea verfolgen? Der arbeitswütigen Siebenstein klarzumachen versuchen, dass eine Bandscheibe ein äußerst sensibles Körperteil ist, und dass das prinzipiell auch für ihren Körper gilt?
Vergebliche Müh. Ich weiß was Besseres: Sobald ich meine Einkaufsliste abgearbeitet habe, tauche ich ab. Falls mich wer sucht – ich bin hier irgendwo.
Bildersprache
Was ist das für eine Regierung, deren Land eine offenbar verheerende Katastrophe erlebt – und die als eine der ersten Maßnahmen die Telefonleitungen in das Unglücksgebiet kappt, damit die Welt keine Einzelheiten erfährt? „In Nordkorea ist alles ein Geheimnis“, sagte ein Chinese dem FR-Kollegen, der sich mittlerweile wenigstens bis ins Grenzgebiet nach Nordkorea vortasten konnte.
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