Die königliche Hochzeit kostet das dänische Volk rund 20 Millionen Euro. Mary und Frederik bekommen unter anderem fünf Autos, Luxusyacht und Rennpferd für den Start ins Eheleben. Die Bitte des Verbandes der Obdachlosen um die Reste des Hochzeitsdinners wurde abschlägig beschieden: Die Portionen seien genau abgezählt, so der Hof. Da bleibe nichts übrig. Na dann – gibt es wenigstens schönes Wetter im Staate Dänemark.
Worte über Bilder
Der Wiener Kurier macht heute sein eigenes Dilemma zum Thema eines Kommentars (rechts), das das Dilemma vieler JournalistInnen in diesen Tagen ist: Darf man all diese grauenhaften Folterbilder zeigen? Muss man es nicht sogar? Und wenn man die Bilder aus Abu Ghraib zeigt, muss man dann nicht auch die Bilder der Enthauptung des Nick Berg zeigen? So, wie man israelischen Panzerangriffen auch die Fotos zerfetzter israelischer Schulbusse gegenüber stellen muss? Wieviel Würde kann man den Opfern vom Redaktionsschreibtisch aus noch zusätzlich nehmen?
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Auf der Achse des Bösen
Warum macht es diese US-Regierung einem so verdammt schwer (wenn auch nicht unmöglich), Mitgefühl mit einem der ihren zu empfinden?
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Empörung im Pentagon
Die öffentliche Zurschaustellung der Gefangenen sei eine Verletzung der Genfer Konvention, so US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
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Nabelschau
Den Vorwurf einseitiger Berichterstattung hört keine Redaktion gerne. (Mit Ausnahme vielleicht jener Kollegen, die jounalistische Ethik eh für verzichtbar halten, solange sich nur das Blatt gut verkauft. Wenn ichs recht bedenke, gibt es die ja auch unter Bloggern. „Ich darf sagen, was ich denke“ ist da oberste Maxime – egal, wie dümmlich ein Klischee, wie gefährlich ein Vorurteil, wie verletzend ein Witz auch sein mag. Solange nur die Besucherzahlen stimmen. Aber ich schweife ab.)
Den Schuh, mitunter recht einseitig über den Nahost-Konflikt zu berichten, wollten sich die Nachrichten- und die Politikredaktion in der heutigen Mittagskonferenz jedenfalls nicht gerne anziehen.
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Spielräume
Sagen wir einfach, Sie haben sie verloren, schlägt die Sachbearbeiterin im Bürgerbüro vor, wo wir uns wie zwei Häuflein Elend an der Hundemarke festhalten, die wir eigentlich abgeben müssten. Eine Woche ist vergangen, seit die Dicke über den Regenbogen gegangen ist, und noch immer lauern täglich etliche kleine Erinnerungsmonster darauf, uns in wehrlosen Momenten anzuspringen. Aber noch etwas bricht sich Bahn, wenn auch seeehr seeehr langsam: Ein fast vergessenes Gefühl von Freiheit – hierfür, hierfür, oder – endlich – hierfür.
Holen Sie sich einen Neuen aus dem Tierheim, ruft die nette Dame aus dem Bürgerbüro uns noch nach. Mal sehn.