Berliner Mauerweg (2): Von Lichtenrade nach Potsdam

Kirschblütenallee bei Teltow

Kirschblütenallee bei Teltow

Rund 40 Kilometer vom Südosten in den Südwesten Berlins – im Zickzack über idyllische Wege an der Stadtkante entlang, von Lichterfelde-Süd und Kleinmachnow über Babelsberg bis zur Glienicker Brücke und rüber nach Potsdam. Am Teltowkanal blühen die Kirschbäume, wo Jahrzehnte zuvor „Grenzverletzer“ ihr Leben lassen mussten. Und beim Anblick des ehemaligen Grenzkontrollpunkts Dreilinden kommt eine unangenehme Erinnerung an die DDR hoch. Weiterlesen →

Berliner Mauerweg (1): Von Mitte nach Lichtenrade

Auf den Spuren der Teilung: Straßenmarkierung in Berlin-Mitte

Straßenmarkierung in Berlin-Mitte

Rund um das alte West-Berlin, immer an der früheren Sektorengrenze entlang: Die Radtour auf den Spuren der deutsch-deutschen Teilung führt über damals brutal entzwei geschnittene Straßenzüge, durch Waldschneisen, die als Todesstreifen dienten, über einst verrammelte und heute verbindende Brücken, vorbei an Kanälen und Seen, in denen Menschen auf der Flucht im Wasser versanken, getroffen von Schüssen der DDR-Grenzer. 50 Opfern des Schießbefehls bin ich auf dem Berliner Mauerweg begegnet. Weiterlesen →

Open Data, open mind

Mein Lieblingsplakat: Die re:publica, wie sie 1948 ausgesehen hätte

Mein Lieblingsplakat: Die re:publica, wie sie 1948 ausgesehen hätte

Open Data war eines der großen Themen auf der Netzkonferenz re:publica – perfekt für mich, denn ich sauge derzeit alles auf, was mit Datenjournalismus zu tun hat. Kleinere Datenvisualisierungen bringe ich immer mal wieder in meinem online-journalistischen Alltag unter, und gerade neulich konnte ich von Christina Elmer (früher stern.de, jetzt Spiegel online) eine Menge über Datenjournalismus lernen. Aber zu einem richtig großen Projekt fehlt es meist an Zeit, Mitstreitern und Budget. Weiterlesen →

Das Buch muss weg!

re:publica 2013

re:publica 2013

Nein, natürlich nicht das Buch an sich. Nur das gedruckte. Damit Platz geschaffen wird für das neue, das digitale Buch. Das Buch ist nicht als Gesamtkonzept gescheitert. Nur als physisches Produkt muss es abgeschafft werden, damit wir eine neue Evolutionsstufe erreichen – genau so, wie die Erfindung der beweglichen Letter die Kopisten in den Klöstern überflüssig machte. Das sagt Ralf Stockmann von der Staatsbibliothek Berlin, u.a. zuständig für die Digitalisierung gemeinfreier Werke. Ein Bücherretter, der Bücher abschaffen will! Wo gibt’s denn sowas? Auf der re:publica natürlich. Weiterlesen →

Von Menschen und Maschinen

re:publica 2013

re:publica 2013

Man reibt sich verwundert die Augen: Während die FAZ Themenseiten zu „Vollbeschäftigung“ macht, ist die Arbeitswelt, wie die meisten von uns sie kennen, von Zeitverträgen, Jobverlust, unbezahlten Praktika, von Niedriglöhnen, Leih- und Zeitarbeit geprägt. Die wichtigsten Jobs sind unterirdisch bezahlt, die Bestbezahlten verdienen Summen, die wir nur mühsam gleich beim ersten Versuch mit der richtigen Anzahl von Nullen notieren könnten. Und all das ist noch gar nichts gegen die Lage in anderen europäischen Ländern, wo die Heere der Arbeitslosen immer größer werden, wo eine ganze Generation an die Armut und die Perspektivlosigkeit verloren zu gehen droht.

Und was machen wir? Wir reden darüber, ob Maschinen nicht noch mehr von unserer Arbeit übernehmen können, heute auf der re:publica in Berlin, mit Johannes Kleske (Twitter). Und siehe da: Es ist gut und wichtig, darüber zu reden. Denn es gibt bei dieser Diskussion nicht nur Entweder – Oder.

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