Neuzugang

Es gibt Zuwachs in der Familie: Die Kleine hat vier Pfoten, ein dreifarbiges Fell, zwei unwiderstehliche Kulleraugen und 28 nadelspitze Welpen-Milchzähne, die ich allesamt bereits persönlich kennenlernen durfte. Aber immerhin schläft sie inzwischen durch.

Japan Center (links), Maintower (Mitte)

Frankfurt 360 Grad

Interaktives Panorama: Aus 200 Metern Höhe lässt sich die Stadt, in der ich lebe, in alle Himmelsrichtungen gut überblicken. Der Kopfbahnhof, das Bankenviertel, dahinter am Horizont der Taunus; Anlagenring, Börse, Zeil und Zoo; die Altstadt mit Römerberg und Paulskirche; der Main, die Brücken nach dribbdebach, Sachsenhausen: Gestern war ich mal wieder oben auf dem Maintower und habe mich um die eigene Achse gedreht. Weiterlesen →

Mütter sind unsterblich

Sie mögen verstummen, sich rar machen, dich viele Nächte vergeblich nach ihnen rufen lassen – sie sind da. Sie halten ihre Versprechen. Sie bewegen sich unter einer Tarnkappe, und wie Siegfried, der Drachentöter, machen sie zur rechten Zeit Gebrauch von ihren überirdischen Kräften. Weiterlesen →

Revolverheld

Mensch, unser Innenminister. Ein ganzer Kerl, der Friedrich. Hat’s den Islamisten gerade wieder so richtig gezeigt. Wer Anschläge zu verüben gedenke, müsse damit rechnen, getötet zu werden. Da gäb’s „kein Mitleid“. Sagt Herr Friedrich, unser Innenminister. An Sonntagen schafft man es mit solchen Sprechblasen sogar in die Radionachrichten. Dabei haben wir heute, am Tag nach dem Viertelfinal-Aus, ganz andere Probleme. Weiterlesen →

Ein Leben im Flug

Hach. Sie werden ja so schnell erwachsen, die Kleinen. Gerade erst aus dem Ei geschlüpft und schon auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Seit ein paar Wochen schaue ich zwei Mauerseglern täglich beim Erwachsenwerden zu. Das Nest, in dem Ramba und Zamba ausgebrütet wurden, steht in Basel, und der Livestream unter spyren.ch liefert Bewegtbilder in guter Qualität.

Inzwischen zählen die beiden 27 Tage Lebensalter, haben bereits die ersten Flugübungen hinter sich und sind, wenn mich nicht alles täuscht, in die letzte Phase vor dem Abflug getreten: Abmagern bis zum optimalen Fluggewicht.

Ginger und Fred, die Eltern, sind im Nest kaum noch zu sehen. Vermutlich haben sie sich zu den anderen Mauerseglern gesellt, die jeden Abend ihre Screaming Partys feiern und sich in den Himmel hoch schrauben – um dort zu schlafen.

Zu spät

Kurz vor Mitternacht mit einem Glas Wein in der Hand noch einmal auf den Balkon treten, den Mond in einem „irgendwie anders“-Zustand antreffen und erst danach lesen, dass „irgendwie anders“ nichts anderes als das Wiederauftauchen aus einer Mondfinsternis war. Nun strahlt er wieder voll, der Mond, wie ich.
PS: Ein werter Kollege mutmaßte heute, ich sei in Wahrheit nur ein in Schottland studierender US-Amerikaner. Ich halte auch hier fest: Das bin ich nicht.