I had a dream

Als sich der amerikanische Präsident zur Wiederwahl stellte, verfiel ich – als seine engste Beraterin – auf eine Idee. Ich engagierte eine Maus, die das Talent hatte, die amerikanische Nationalhymne zu singen, ließ ihr ein Miniaturmikrofon bauen und sorgte dafür, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit bei Wahlkampffterminen ihren Auftritt hatte. Die Maus erwies sich als Wunderwaffe, die Menschen waren begeistert. Das singende Tierchen war unbezahlbar. Einmal, als der Präsident Besuch von der Queen hatte, änderte die Maus spontan das Programm und sang aus voller Inbrunst „God save the Queen“. Als der letzte Ton verklungen war, starrten alle Anwesenden die Königin an. Die hatte ihren Blick starr auf das Mäuschen gerichtet – und Tränen standen in ihren Augen.

Der Präsident wurde wiedergewählt.

(Manche Träume muss man einfach irgendwo festhalten, bevor sie sich im anbrechenden neuen Tag verflüchtigen.)

Die Hauptstadt von Aserbaidschan…?

Für eine, die noch zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung so gar keine rechte Lust darauf hatte, habe ich mich beim Eurovision Song Contest erstaunlich wohl und bestens unterhalten gefühlt. In Düsseldorf herrschte eine Atmosphäre wie bei der Fußball-WM 2006 – nur ohne nervige Fußballfans. Naja, fast.
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Mach’s gut, Drahtesel

Hast mich gut durch die Stadt, auf vielen Touren am Main und sogar zum Leuchtturm List auf Sylt gerollt. Gut, ok: Die letzten Jahre habe ich dich nachlässig behandelt. Wind und Wetter haben dir zugesetzt. Gerade hatte ich mir vorgenommen, dich zu putzen, dir eine neue Kette und neue Bremsen zu spendieren, da trennen sich vor ein paar Tagen unerwartet unsere Wege: An den Riederhöfen biste mir geklaut worden, als ich mal eine Minute nicht nach dir gesehen hab. Eins sag ich dir: Unter Tausenden würd ich dich erkennen, falls wir uns jemals wiedersehen. Ich halte die Augen nach dir offen.

Auf dem Pathorn

Mehr als zwölf Jahre lang war der Turm des Frankfurter Bartholomäusdoms nicht öffentlich zugänglich: Wegen Steinschlaggefahr geschlossen. Im letzten Sommer endlich verschwand das Gerüst an der Fassade, und ein wunderschönes Bauwerk kam zum Vorschein, jetzt auch bis fast zur Turmspitze für Besucher offen. Weiterlesen →

Traurig

In den elf Jahren, die ich jetzt bei der Frankfurter Rundschau arbeite, war die Zeitung schon zig Mal totgesagt worden. Jetzt ist es also soweit – die alte FR stirbt. Weiterlesen →