Am Katzentisch

Die Splitting-Regelung zur gemeinsamen Veranlagung der Einkommensteuer gilt nicht bei homosexuellen Paaren. Das entschied das Finanzgericht des Saarlands.
Passt schon. Wir müssen ja auch Erbschaftssteuer zahlen, als ob wir uns nicht kennen würden. Aber bei der Unterhaltspflicht, da dürfen wir alle gleich sein.
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Leichen im Keller

Grad ist mir ein Termin geplatzt: Gunther von Hagens hat die für morgen Abend geplante Podiumsdiskussion mit Pröbstin Helga Trösken in Frankfurt abgesagt. Schade.
Derweil gehen die Stadtpolitiker in Frankfurt, wo die Ausstellung Körperwelten derzeit zu sehen ist, nach den jüngsten Vorwürfen gegen den Plastinator in Deckung – sicherheitshalber.
Ärger und Zerknirschung heute auch in der Redaktionskonferenz: Unser Korrespondent hatte in seinem Bericht über chinesische Hinrichtungsopfer die Pronomen seine und ihre verwechselt. Fatales Ergebnis:
In Chinas Staatsmedien wurde über die Vorwürfe gegen von Hagens bisher nicht berichtet. Offenbar will die Regierung eine Diskussion über seine Hinrichtungspraxis vermeiden.
(in der Online-Ausgabe korrigiert)
So haben wir wohl alle unsere Leichen im Keller.
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Google Referer

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Hm.

Selber schuld.

Erklärungsnöte

Nach dem Spiegel-Bericht, in dem Gunther von Hagens für seine Körperwelten die Verwendung von Leichen Hingerichteter vorgeworfen wird, kündigte der Plastinator zunächst für Dienstag eine Stellungnahme in Frankfurt an. Soeben hat er die Pressekonferenz auf Donnerstag verschieben lassen. Da die Vorwürfe sehr schwerwiegend und vielfältig sind, benötigen wir für eine fundierte Stellungnahme auch entsprechend Zeit, so eine Sprecherin. Man darf gespannt sein.
PS: Auch der große Plastinator hat einmal klein angefangen – mit einem Labor in der eigenen Küche. Man beachte das Foto Frau von Hagens, die sich beim Leichen-Präparieren des heimischen Nudelholzes bediente.
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Demokratie? Frauen bitte hinten anstellen!

Der irakische Regierungsrat führt für Zivilangelegenheiten das islamische Recht ein. Irakische Männer können dann mehrere Ehefrauen gleichzeitig haben und sich schnell und bequem durch „Verstoßen“ scheiden lassen. Geschiedene Frauen haben keinen Anspruch mehr auf Unterhalt, sondern bekommen lediglich eine auf drei Monate befristete „Trennungsentschädigung“. Unter dem früheren säkularen Familienrecht hatten die Frauen unveräußerliche Rechte. Das soll sich nun alles ändern, schreibt die irakische Bloggerin Riverbend.
Na super. Der Diktator geht, die Scharia kommt. Spätestens jetzt wird sich zeigen, wie sehr es der Kriegskoalition wirklich um die Schaffung demokratischer Strukturen ging.
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Kurzzeitgedächtnis

Das Gute an der Natur ist, man kann sich auf sie verlassen. Sie rächt sich spät, aber sie rächt sich. Für all das Grausame, dass Menschen ihr antun, schreibt Oliver und wählt eine drastische Illustration. Es wäre leicht, in Sachen Sars mit dem Zeigefinger auf die Südchinesen zu deuten, die, wie unlängst jemand meinte, alles essen, was vier Beine hat und kein Stuhl ist (was nicht stimmt: Die Zahl der Beine variiert durchaus). Wir selbst haben die Bilder der Bulldozer, die tote Rinder- und Schafleiber auftürmen, doch längst vergessen, wenn wir einkaufen gehen.