Stein und Bein haben wir uns geschworen, Tierheime in nächster Zeit zu meiden. Denn hinter den Gittern lauern all diese großen dunklen sehnsüchtigen Hundeaugen – und die Gefahr, dass wir wieder zu viert sind, noch bevor wir auch nur eine der immer wieder aufgeschobenen Urlaubsreisen nachgeholt haben. Gestern kam die Versuchung bis ins heimische Wohnzimmer – mit dieser Sendung und diesem Hund namens Mogli (sic!). Hoffentlich ist er vermittelt, bevor wir den Wagen vollgetankt haben.
Leben
Unter dem Pflaster…
Beim Sichten der Redaktions-Mails nehmen die Würgereize mal wieder überhand.
Zitat: Es steht noch gar nicht fest, ob es sich um Gefangene gehandelt hat, die da nackt zu sehen sind. Und wenn, vielleicht hat es denen sogar gefallen. Zitat Ende.
Fenster aufreißen hilft da nicht mehr. Ich will hier raus. Ans Meer. Feinen Sand unter den Fußsohlen spüren, vor dem Saum der Wellen tanzen, dem Gezeter der Möwen lauschen, Salz schmecken, Apfelstrudel essen und Nachrichten nicht zur Kenntnis nehmen.
Vorläufig muss es reichen, Tag am Meer zu gucken. Vielleicht bestell ich mir noch ne Prise Strand dazu.
Spielräume
Sagen wir einfach, Sie haben sie verloren, schlägt die Sachbearbeiterin im Bürgerbüro vor, wo wir uns wie zwei Häuflein Elend an der Hundemarke festhalten, die wir eigentlich abgeben müssten. Eine Woche ist vergangen, seit die Dicke über den Regenbogen gegangen ist, und noch immer lauern täglich etliche kleine Erinnerungsmonster darauf, uns in wehrlosen Momenten anzuspringen. Aber noch etwas bricht sich Bahn, wenn auch seeehr seeehr langsam: Ein fast vergessenes Gefühl von Freiheit – hierfür, hierfür, oder – endlich – hierfür.
Holen Sie sich einen Neuen aus dem Tierheim, ruft die nette Dame aus dem Bürgerbüro uns noch nach. Mal sehn.
Grüß schön da oben
Das Schlimmste war das Warten.
Die Entscheidung fiel letzten Dienstag, ein sonniger Frühlingstag, in einem kleinen Park mitten in Frankfurt. Als der Termin für das Einschläfern gemacht war, begann es. Das Stundenzählen. Hin- und hergeschleudert zwischen Verzweiflung, weil uns die gemeinsame Zeit durch die Finger rinnt, und dem brennenden Wunsch, es hinter uns zu bringen – schnell.
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Ohne Titel
Geh den letzten Weg mit mir.
Alles ist leichter für mich mit dir.
(Quelle)
Hier wird diese Woche nicht allzu viel los sein.
Geht die Welt heute unter…
… geht sie ohne mich. (Ina Deter)
Was tun an so einem strahlend sonnigen Wochenende?
Mich über meine Landesregierung aufregen, die bei den Ärmsten spart, dafür aber sich selbst was gönnt – und dann auch noch Geld für sowas übrig hat. Die spärlichen Nachrichten aus Nordkorea verfolgen? Der arbeitswütigen Siebenstein klarzumachen versuchen, dass eine Bandscheibe ein äußerst sensibles Körperteil ist, und dass das prinzipiell auch für ihren Körper gilt?
Vergebliche Müh. Ich weiß was Besseres: Sobald ich meine Einkaufsliste abgearbeitet habe, tauche ich ab. Falls mich wer sucht – ich bin hier irgendwo.