RTFM

Aufgrund der zahlreichen Nachfragen aus dem Ausland hat das Presseamt der polnischen Regierung die heute herausgegebene Richtlinie für das Fotografieren des Premierministers durch eine leicht verständliche Anleitung ergänzt.

Wie aus Warschau verlautet, ist in Kürze eine Ausweitung der Regelung auf den Präsidenten geplant.

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Alter Hut

US-Publizist Michael Kinsley sorgt sich im „Time“-Magazin über die Zukunft der amerikanischen Zeitungsbranche:

Künftig erhalten die Menschen ihr Weltbild von irgendwelchen irren Bloggern, die aus ihrer Unterwäsche schöpfen.

Künftig? In Deutschland verkauft sich die auflagenstärkste Tageszeitung seit mehr als 50 Jahren auf diese Weise. In jüngerer Zeit und dank fortgeschrittener Technik kritisch beobachtet von – nein, nicht von der Print-Konkurrenz, die beschränkt sich meist aufs Abschreiben, sondern von Bloggern.

Man muss Weblogs nicht für die Zukunft der Medienwelt halten, und Blogger nicht per se für die besseren Journalisten (wobei, eigentlich … aber lassen wir das). Dass die selbst ernannten Retter des Journalismus aber so tun, als würde nicht täglich millionenfach Klowand-Content durch die Rotation der Zeitungsdruckereien laufen, das finde ich immer wieder putzig.

Alt-Kanzler endlagern

Das Praktische am Amt des Bundeskanzlers ist ja, dass man es im Grunde nicht mehr verlieren kann. Einmal aus der Regierung ausgeschieden, werden aus Kanzlern Alt-Kanzler. Ganz automatisch, ohne mühsame Bewerbungen, Vorstellungsgespräche, Auswahlverfahren oder dergleichen. Ex-Kanzler sind Alt-Kanzler, und das bis zum Lebensende – selbst, wenn sie das Gesetz brechen, mehrbändige Erinnerungsschwarten zu Papier bringen oder vor laufender Kamera Kette rauchen.
Das Volk wird sie einfach nicht mehr los.

Ich plädiere deshalb für eine Alt-Kanzler-Entsorgungsreform. Ehemalige Regierungschefs sind aus dem Amt des Alt-Kanzlers sowie aus sämtlichen Bücherregalen, Talkshows und sonstigen Formen des öffentlichen Lebens spätestens dann zu entfernen, wenn sie im offenkundigen Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte in einem Werbespot für die Bildzeitung auftreten. Das Gesetz sollte umgehend in Kraft treten.

Der Himmel sieht alles

Unbestechlich: Die je nach Laufgeschwindigkeit unterschiedlich gefärbte Strecke bei Google Earth zeigt sogar die Stelle an, an der ich anhalten musste, um mir den Schnürsenkel zuzubinden!
Die komplette Laufstrecke hat der GPS Visualizer aus einer GPX-Datei erstellt. Mit Google Maps funktioniert es auch. Brauchen tut das keiner, schon gar nicht so eine Gelegenheits-Rennschnecke wie ich. Aber Spaß macht’s!