Eingeschränkte Wahrnehmung

Auch, wenn man sich über solche „Zwischenfälle“ in einem (offiziell für beendet erklärten) Krieg nicht wundern darf, so erwische ich mich dennoch dabei, in meinem weltfremden kleinen Hirn nach Erklärungen zu suchen dafür, dass irgendjemand Freude am Leid eines anderen empfinden kann. Dass Schmerz und Tod offenbar noch nicht häufig genug zum Leben gehören, und viele dem auch noch nachhelfen müssen.
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Bildersprache

Was ist das für eine Regierung, deren Land eine offenbar verheerende Katastrophe erlebt – und die als eine der ersten Maßnahmen die Telefonleitungen in das Unglücksgebiet kappt, damit die Welt keine Einzelheiten erfährt? „In Nordkorea ist alles ein Geheimnis“, sagte ein Chinese dem FR-Kollegen, der sich mittlerweile wenigstens bis ins Grenzgebiet nach Nordkorea vortasten konnte.
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Der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen

Um Mörderbanden zu bekämpfen, darf ein Staat sich nicht selbst zur Mörderbande machen, hab ich sinngemäß den früheren Bundesinnenminister Gerhard Baum dieser Tage sagen hören. Die sich angesprochen fühlen dürfen, werden es nicht gehört haben. Irgendetwas läuft furchtbar schief, wenn Rechtsstaaten, die sich als Bollwerk der Demokratie begreifen, das Recht mit Füßen treten. Ich gestehe:
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Karfreitag

J. hat immer geglaubt, das Richtige zu tun. Er war doch in diese Welt gesandt worden, um genau das zu tun, was er tat. J. war auserwählt. Auserwählt, durch seine Opferbereitschaft die Menschen zu befreien. Das war seine Bestimmung. So hatte ER es jedenfalls gesagt, als er J. hierher schickte. ER sprach die Wahrheit, denn ER hatte eine göttliche Mission. Oder nicht?
Aber J. ist ein Mensch, und J. hat Angst. Wird er es schaffen, diesen Leidensweg zu gehen? Gibt es wirklich keine andere Möglichkeit? Und wenn ER nun irrt? Wenn dies nicht der richtige Weg ist, diese Menschen von ihren Sündern zu befreien?
Gerade, als J. die ersten Zweifel kommen, explodiert am Stadtrand von Falludscha eine Granate. Die Explosion reißt ihm beide Beine weg. John ist sofort tot. Er ist eines von zigtausenden Opfern einer vollendeten Mission. Für ein letztes Abendmahl hat es nicht mehr gereicht, an diesem Karfreitag im Jahre des Herrn 2004.
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